09.02.25
Ein Sieg des Willens
Das war ein tolles Statement und am Ende ein Sieg des Willens. Mit einem hart erkämpften 36:33 Erfolg gegen den Wilhelmshavener HV hat unsere Mannschaft heute ihre Tabellenführung verteidigt. Vor 1157 Zuschauern bot das verletzungs- und grippegeschwächte Team in der Volksbank Arena eine kämpferische Glanzleistung und sicherte sich nach einem 14:16 Halbzeitrückstand zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft.
Der TV Emsdetten hatte bereits am Sonnabend bei seinem Heimsieg gegen die SGSH Dragons mehr Mühe als erwartet, gewann aber letztlich noch sicher und ungefährdet. Unsere Mannschaft brauchte also einen Sieg, um die gerade wiedererlangte Tabellenführung zu verteidigen. Am Morgen vor dem Spiel häuften sich die Hiobsbotschaften bei Trainer Daniel Deutsch. Wie erwartet fehlte Moritz Schade nach seiner Fingerverletzung, das war klar. Aber nun meldeten Lothar von Hermanni, Renè Gruszka, Petar Juric, Lukas Quedenbaum und auch Jorit Reshöft, dass sie grippekrank sind. Jakub Tonar, der zuletzt am Mittwoch noch gefehlt hatte, konnte wegen seiner Kniebeschwerden ebenso wie Hendrik Hanemann, der mit lädierter Schulter nur in der Abwehr eingesetzt werden konnte, lediglich angeschlagen in die Partie gehen. Gruszka und Abwehrchef Juric waren gar nicht in der Halle, sondern mussten das Bett hüten, die grippegeschwächten von Hermanni, Quedenbaum und Reshöft standen immerhin im Kader, ebenso wie Tristan Wippermann, der wegen der Ausfälle wieder in die Mannschaft zurückgekehrt war. So war also Improvisation angesagt! Matteo Ehlers, Florian Billepp und Jakub Tonar begannen im Rückraum, Jan Wesemann ging zwischen die Pfosten. In der Abwehr stand Hendrik Hanemann gemeinsam mit Philipp Wäger und Robin Müller im Zentrum, auf der linken Außenbahn begann Tjark Jonas, Rechtsaußen startete Luca Hopfmann. Die Gäste brachten von Beginn an den siebten Feldspieler, im Tor des WHV stand beim Anpfiff Konstantin Madert. Sofort entwickelte sich ein verbissenes Spiel, im Mittelpunkt dabei standen oft beide Keeper, die schon in den ersten 15 Minuten eine Reihe von Paraden zeigten. Nach einer Auszeit beim Stand von 6:6 schickte unser Trainer in der 14. Minute Piet Möller für den indisponierten Florian Billepp in den Rückraum. Es blieb eine spannende und intensive Partie, in der beide Teams um Tempo bemüht waren. Immer wieder kauften die Keeper, deren Duell in Hälfte eins unentschieden bei jeweils acht Paraden endete, den Gegnern Bälle ab. Auf unserer Seite ließen Tjark Jonas und Lukas Quedenbaum, der Mitte der ersten Hälfte auf das Parkett gekommen war, von außen aus guter Position fünf Chancen liegen. Aus dem Rückraum war Jakub Tonar am torgefährlichsten, fünf Treffer gingen in den ersten 30 Minuten auf sein Konto. Hatte unsere Mannschaft bis zur 25. Minute noch eine knappe Führung behauptet, so gewannen die Gäste in den Schlussminuten der ersten Halbzeit ein leichtes Übergewicht und warfen sich bis zur Halbzeitsirene mit 16:14 nach vorne. Das Spiel blieb auch im zweiten Abschnitt intensiv und spannend. Die Gäste setzten weiter auf den siebten Feldspieler, Jan Wesemann parierte zunächst weiter stark. In Überzahl glichen Tristan Wippermann und Matteo Ehlers zum 17:17 aus, Jakub Tonar brachte unser Team mit 18:17 wieder in Führung. Gleiches gelang ihm auch zum 20:19, ehe Wesemann parierte und Matteo Ehlers zum 21:19 erhöhte. Grund genug für WHV-Coach Christian Köhrmann für eine Auszeit in der 40. Minute. Unsere Defensive leistete Schwerstarbeit gegen die weiter mit sieben Spielern angreifenden Gäste. War es auf unserer Seite immer wieder Jakub Tonar, der Tore erzielte, so war es auf WHV-Seite Linkshänder Okke Dröge, der mehrfach zum Erfolg am. Beide Mannschaften kämpften weiter mit vollem Einsatz. Jakub Tonar bekam jetzt eine Pause, Leon Krka rückte für Wesemann zwischen die Pfosten. Es blieb eng, denn der WHV schaffte immer wieder den Anschluss. In der 49. Minute scheiterte Lothar von Hermanni vom Punkt an Madert, vergab damit die Chance zur 29:27 Führung. Die aber gelang im nächsten Gegenstoß dann Tjark Jonas, der WHV reagierte mit einer weiteren Auszeit, auch unser Coach rief seine Schützlinge eine Minute später noch einmal zusammen. Doch jetzt war es der WHV, der zwei Fehler unserer Mannschaft zum Ausgleich nutzte. Der erneut starke Luca Hopfmann warf unser Team beim 30:29 in der 53. Minute wieder nach vorne, legte eine Minute später zu 31:29 nach. Ein rüdes Foul des WHV’ers Duncan Postel, der deswegen die rote Karte sah, konnte Piet Möller nicht stoppen, als der das 32:30 erzielte. Tjark Jonas legte per Gegenstoß zum 33:30 nach. Eine Vorentscheidung allerdings war das noch längst nicht, die Gäste verkürzten zügig per Siebenmeter zum 31:33 und Robin Müller kassierte eine Zeitstrafe. In der Crunchtime stellten dann der überragende Jakub Tonar und Lukas Quedenbaum den hart erkämpften 36:33 Erfolg sicher. Am kommenden Sonntag hat unser Team erneut Heimrecht, als Gast erwarten wir dann den GSV Eintracht Baunatal in der Volksbank Arena. (Anwurf 17.00 Uhr)
HC Eintracht – Wilhelmshavener HV 36:33 (14:16)
HC Eintracht: Jan Wesemann, Leon Krka — Piet Möller (2), Luca Hopfmann (6), Jorit Reshöft, Robin Müller (3), Philipp Wäger, Jakub Tonar (11), Hendrik Hanemann, Lukas Quedenbaum (3), Tjark Jonas (3), Tristan Wippermann (1), Lothar von Hermanni (3/3), Matteo Ehlers (4), Florian Billepp
Wilhelmshavener HV: Jakub Lefan, Konstantin Madert – Duncan Postel (3), Sebastian Maas (2), Okke Dröge (7), Fabrice Lehmann (4), Filip Weiner, Jonas Schweigart (2), Jan Bennet Behrens (6), Matej Kozul (4/2), Rene Drechsler (4), Liam Voigt, Christian Theede (1)
Schiedsrichter: Felix Henker und Stefan Schirmacher
Zeitstrafen: HC Eintracht: 1 (Müller) – WHV 4 (Maas, Kozul, Lehmann, Postel)
Siebenmeter: HC Eintracht 5/3 (von Hermanni scheitert einmal an Lefan und einmal an Madert) – WHV 3/2 (Kozul scheitert an Wesemann)
Rote Karten: Duncan Postel (WHV) in der 56. Minute nach Foul an Möller
Zuschauer: 1157
Spielfilm: 0:1, 1:1, 2:1, 2:3, 3:3, 4:3 (10.), 4:4 5:4, 5:5, 6:5, 6:6 (Auszeit HC/14.), 7:6, 7:7, 8:7, 9:7 (18.), 9:8, 10:8, 10:9, 10:10, 11:10, 11:11, 12:11, 12:12, 13:12, 13:13 (25.), 13:14 (26.), 14:14, 14:15, 14:16 (Hz.), 15:16, 15:17, 16:17, 17:17, 18:17, 18:18, 19:18,19:19.19, 20:19, 21:19 (Auszeit WHV/40.), 21:20, 22:20, 22:21, 23:21, 23:22, 24:22, 24:23 (45.), 25:23, 25:24, 26:24, 26:25, 27:25, 27:26, 28:26, 28:27, 29:27 (Auszeit WHV/50./Auszeit HC/51.), 29:28, 29:29 (52.), 30:29, 31:29, 31:30, 32:30, 33:30, 33:31 (Auszeit HC/59.), 34:31, 34:32, 35:32, 35:33, 36:33
WEITERE NEWS

Spannung pur in den kommenden Wochen

Auch in Melsungen gelingt ein klarer Auswärtssieg
