Eintracht verliert Spitzenspiel beim Wilhelmshavener HV in der zweiten Halbzeit
Nach fünf Spielen ohne Niederlage musste sich Eintracht Hildesheim beim Tabellendritten Wilhelmshavener HV mit 31:33 geschlagen geben. Auch die 14:12-Halbzeitführung reichte am Ende nicht für einen Punktgewinn. Mit 11:9 Punkten steht der HC auf dem achten Tabellenplatz.
Ausgeglichener Beginn
Eintracht begann wie in den vergangenen Spielen mit einer 5:1-Deckung. Hennig Stoehr übernahm die Rolle des Abwehrchefs, Nils Conrad startete im Tor. Im Angriff kam Leon Bahr im Wechsel für Stoehr zum Einsatz.
In den ersten Minuten fanden beide Abwehrreihen kaum Zugriff auf die gegnerischen Angreifer. Der WHV legte vor, Eintracht glich jeweils aus. In der neunten Minute traf Ben Kremen zum 5:5. Nach genau zehn Minuten brachte Meeno Carstensen die Eintracht erstmals mit 6:5 in Führung.
Abwehrprobleme und wechselnde Führungen
Die offensiv ausgerichtete WHV-Abwehr stellte Eintrachts Angreifer bereits an der Neun-Meter-Linie. Durchbrüche im Eins-gegen-eins blieben aus; statt Siebenmetern gab es lediglich Freiwürfe. Technische Fehler im Angriff verhinderten zudem ein besseres Zwischenergebnis.
Auch Eintrachts Abwehr hatte Schwierigkeiten: Die Sperren und Treffer von WHV-Kreisläufer Duncan Postel sowie sein Zusammenspiel mit Rückraumspieler Matej Kožul bereiteten ihr immer wieder Probleme. Kožul glich per Siebenmeter zum 6:6 aus, während Luis Buschhaus eine Zeitstrafe erhielt. Die Gastgeber nutzten die Überzahl und gingen durch weitere Treffer von Kožul und Okke Dröge mit 8:6 in Führung.
Für Eintracht trafen Meeno Carstensen, Oskar Kaaterud und Leon Bahr. Kaaterud war nach knapp einer Viertelstunde für Kremen eingewechselt worden. HC-Keeper Conrad hielt mit einer Doppelparade sein Team im Spiel. Aufseiten des WHV war Christopher Braun erfolgreich. Nach dem 9:9 setzten sich die Gastgeber durch Tore von Otten und Postel in der 21. Minute erneut auf zwei Treffer ab.
Eintracht dreht das Spiel vor der Pause
Eintracht-Trainer Daniel Deutsch nahm eine Auszeit, um den Spielfluss des WHV zu unterbrechen – mit Erfolg. Nach der 12:10-Führung der Hausherren erhielt der WHV vier Minuten vor der Pause seine erste Zeitstrafe. Eintracht startete eine 4:0-Lauf. Bahr und Carstensen nutzten ihre Chancen zum 12:12. Daraufhin nahm WHV-Trainer Cristian Körmann eine Auszeit. Bis zur Pause legte Eintracht weiter nach: Conrad glänzte erneut mit einer Doppelparade, Bahr und Kremen trafen zur 14:12-Halbzeitführung für den HC.
Eintracht verliert nach der Pause den Faden
Nach dem Seitenwechsel verlor Eintracht den spielerischen Faden. Der WHV fand immer besser ins Spiel und glich zum 14:14 aus. Klepp brachte Eintracht im Nachwurf eines Siebenmeters noch einmal mit 15:14 in Führung. Doch bereits drei Minuten nach Wiederbeginn stand es 15:15.
Umstellungen bringen keine Wende
Eintracht-Keeper Krka kam für einen Siebenmeter ins Tor und parierte gegen Kožul. Dennoch setzte sich der WHV bis zur 40. Minute erstmals mit drei Toren auf 20:17 ab. HC-Trainer Daniel Deutsch reagierte mit einer Auszeit: Lukas Quedenbaum kam für Klepp, Krka ersetzte Conrad im Tor. Im Angriff setzte Eintracht nun auf vier Rückraumspieler.
Doch auch diese Umstellungen brachten nicht die erhoffte Wende. Der WHV hielt Eintracht auf Distanz. Eine 3:3-Deckung des HC blieb ebenfalls ohne Erfolg.
Späte Hoffnung bleibt unerfüllt
Als Luis Buschhaus in der 54. Minute auf 29:27 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. Doch vier Minuten später führten die Gastgeber mit 32:28 und hatten ihren Vier-Tore-Vorsprung wiederhergestellt.
Kremen und Buschhaus verkürzten noch auf 33:31. Eintracht ging 95 Sekunden vor dem Ende zur offenen Manndeckung über und kam noch zweimal in Ballbesitz. Weitere Treffer gelangen jedoch nicht. Am Ende jubelte der WHV über den 33:31-Sieg.
Trainerstimme
„20 technische Fehler sind insgesamt einfach zu viel, wenn du gegen Wilhelmshaven etwas holen willst. Der WHV hat gut verteidigt und uns immer wieder zu Fehlern gezwungen.
In der ersten Halbzeit hat uns unser Torhüter Nils Conrad im Spiel gehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere spielerische Linie verloren und gegen die Einläufer nicht gut verteidigt.
Wir haben alles versucht: vier Rückraumspieler und eine 3:3-Deckung. Trotzdem konnten wir in diesem „Bonusspiel“ am Ende leider noch keine Punkte ziehen.“
Wilhelmshavener HV: Jakub Lefan, Levin Stasch – Ducan Postel (10), Linus Otten (1), Okke Dröge (2), Liam Vogt, Christopher Braun (4), Jonas Schweigart (3), Jan Bennet Behrends (1), Matej Kožul (6), Devin Hegner, Tom Frangen (6).
Eintracht Hildesheim: Nils Conrad, Leon Krka, Sören Krüger, – Nils Greilich (1), Leon Bahr (6), Felix Ntodonke, Henning Stoehr, Ben Kremen (8), Luis Buschhaus (6), Lukas Quedenbaum, Vincent Klepp (1), Leon Hein, Meeno Carstensen (4), Oskar Kaaterud (5).
Zeitstrafen: Wilhelmshaven (5), Eintracht (5)
7-Meter: Wilhelmshaven (2/3), Eintracht (0/1)
Rote Karten: Keine
Schiedsrichter: Felix Henker, Stefan Schirmacher
Zuschauer: 961
Spielfilm:
1:0,1:1,2:1,2:2,3:2,3:3,3:4,4:4,5:4,5:5,5:6,6:6,7:6,8:6,8:7,9:7,9:8,9:9,10:9,11:9,11:10, 12:10,12:11,12:12,12:13,12:14. Halbzeit.
13:14,14:14,14:15,15:15,16:15,16:16,17:16,18:16,18:17,19:17,20:17,20:18,21:18,22:19,23:19,23:20,24:20,24:21,25:21,25:22,26;22,26:23,
26:24,27:24,28:24,28:25,29:25,29:26,29:27,30:27,30:28,31:28,32:28, 32:29,33:39,33:30,33:31. Ende.
Der Spieltag
Ahlener SG – Sportfreunde Loxten 30:34 (19:15), MTV Großenheidorn – TuS Spenge 29:36 (14:14), TuS Vinnhorst – Team HandbALL Lippe II 40:37 (19:21), ESG Gensungen/Felsberg – VfL Eintracht Hagen 30:31 (13:13), VfL Fredenbeck – HSG Varel 29:23 (14:13), OHV Aurich – MT Melsungen II 32:33 (13:21).
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